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Koch Gehalt 2026: Kollektivvertrag Tirol/Salzburg/Vorarlberg
Kollektivvertrag für Köche 2026: Lohntabelle für Tirol, Salzburg und Vorarlberg mit Einstufung von Koch, Chef de Partie und Küchenchef.
Inhalt dieses Beitrags
Was müssen Sie einem Koch in Tirol, Salzburg oder Vorarlberg mindestens zahlen? Seit dem 1. Oktober 2026 gilt im Hotel- und Gastgewerbe eine neue Lohnordnung. Dieser Beitrag zeigt die Mindestlöhne für Köche, Chefs de Partie, Küchenchef-Stellvertreter und Küchenchefs aus den offiziellen Tabellen der Wirtschaftskammer. Er erklärt die Lohngruppen und sagt, was die Zahlen nicht enthalten.
Das Wichtigste vorab
Ein Kollektivvertrag legt Mindestlöhne fest. Betriebe dürfen mehr zahlen, aber nicht weniger. Die Beträge in diesem Beitrag sind Monatslöhne brutto für Arbeiterinnen und Arbeiter. Für Angestellte gilt eine eigene Gehaltsordnung. Die Lohnordnungen für Tirol, Salzburg und Vorarlberg nennen ab dem 1. Oktober 2026 dieselben Beträge. Stand dieses Beitrags: 10. Oktober 2026. Maßgeblich ist der Wortlaut der Lohnordnungen.
Lohntabelle: Koch, Chef de Partie und Küchenchef
Die Tabelle zeigt die Lohngruppen 1 bis 5 aus der Lohnordnung (Monatslohn brutto in Euro). DJ steht für Dienstjahr.
| Lohngruppe | bis 5. DJ | ab 6. DJ | ab 11. DJ | ab 16. DJ | ab 21. DJ |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 Küchenchef, Küchenleiter | 2.713,00 | 2.780,80 | 2.848,70 | 2.916,50 | 2.984,30 |
| 2 Küchenchef-Stellvertreter, Chef de Partie | 2.440,00 | 2.501,00 | 2.562,00 | 2.623,00 | 2.684,00 |
| 3 Koch, Chef de Partie | 2.232,00 | 2.287,80 | 2.343,60 | 2.399,40 | 2.455,20 |
| 4 Lehre ohne Abschluss, Hilfskräfte nach 10 Jahren | 2.153,00 | 2.206,80 | 2.260,70 | 2.314,50 | 2.368,30 |
| 5 Hilfskräfte unter 10 Jahren | 2.096,50 | 2.148,90 | – | – | – |
Quelle: Lohnordnungen Gastronomie und Hotellerie für Tirol, Salzburg und Vorarlberg, gültig ab 1. Oktober 2026. In Lohngruppe 5 gibt es nur zwei Stufen: bis zum 5. und ab dem 6. Dienstjahr.
Welche Lohngruppe gilt für wen?
Der Kollektivvertrag ordnet die Küchenberufe nach Qualifikation und Verantwortung ein.
Koch: Lohngruppe 3
Lohngruppe 3 gilt für Facharbeiterinnen und Facharbeiter mit Lehrabschlussprüfung in einer facheinschlägigen Lehre oder mit dem Abschluss einer mindestens dreijährigen berufsbildenden Schule, die den Lehrabschluss ersetzt. Die Köchin und der Koch stehen als Beispiel in dieser Gruppe.
Chef de Partie: Lohngruppe 2 oder 3
Der Chef de Partie steht im Kollektivvertrag in zwei Gruppen. In Lohngruppe 2 steht er, wenn er einen erweiterten Verantwortungsbereich hat und nicht dem Angestelltengesetz unterliegt. In Lohngruppe 3 steht er, wenn er wegen eines geringeren Verantwortungsbereichs nicht unter Lohngruppe 2 fällt. Der Unterschied liegt bei den Mindestlöhnen im Einstieg bei 208 Euro im Monat (2.440,00 gegenüber 2.232,00 Euro).
Küchenchef-Stellvertreter: Lohngruppe 2
Den Küchenchef-Stellvertreter, in der Küche meist Souschef genannt, führt die Lohnordnung als Beispiel für Lohngruppe 2. Auch hier gilt: Wer dem Angestelltengesetz unterliegt, wird nach der Gehaltsordnung für Angestellte bezahlt.
Küchenchef: Lohngruppe 1 oder 2
In Lohngruppe 1 stehen Abteilungsverantwortliche mit umfassender fachlicher und personeller Verantwortung. Sie sind für Wareneinkauf und Kalkulation in ihrer Abteilung zuständig, wirken bei Einstellung und Beendigung von Dienstverhältnissen mit und gestalten die Dienstpläne. Ein Küchenchef, der diese Kriterien nicht erfüllt, fällt in Lohngruppe 2.
Lohngruppe 4 und 5
Lohngruppe 4 gilt nach vollständigem Besuch der Lehr- oder Schulzeit ohne erfolgreichen Abschluss sowie für Hilfskräfte mit mindestens zehn Jahren Branchenerfahrung. Lohngruppe 5 gilt für Hilfskräfte mit weniger als zehn Jahren Erfahrung, etwa für Hilfsköche.
So steigt der Lohn mit den Dienstjahren
Die Monatslöhne steigen in fünf Stufen: bis zum 5. Dienstjahr und ab dem 6., 11., 16. und 21. Dienstjahr. Ein Koch in Lohngruppe 3 verdient nach 21 Dienstjahren 2.455,20 Euro statt 2.232,00 Euro. Das sind 223,20 Euro mehr im Monat. Für Beschäftigte, die am 30. April 2025 mindestens 20 Jahre ununterbrochen im Betrieb waren, gilt eine auslaufende Übergangsregelung mit zusätzlichen Stufen. Sie steht in den verlinkten Lohnordnungen.
Neu seit 1. Oktober 2026
Nach dem Kollektivvertragsabschluss 2026 steigen die Löhne und Gehälter im Hotel- und Gastgewerbe ab 1. Oktober 2026 im Durchschnitt um 3 Prozent. Dazu kommt eine Einmalzahlung:
- Mitarbeiter mit aufrechtem Dienstverhältnis am 1. Oktober 2026 erhalten 275 Euro brutto, auszuzahlen bis spätestens 31. Dezember 2026.
- Bei Teilzeit, bei Eintritt nach dem 1. Mai 2026 und in weiteren Fällen gibt es keine oder eine verminderte Zahlung.
- Lehrlinge erhalten 175 Euro brutto.
Das Lehrlingseinkommen beträgt im 1. Lehrjahr 1.090 Euro, im 2. Lehrjahr 1.220 Euro, im 3. Lehrjahr 1.445 Euro und im 4. Lehrjahr oder bei einer Doppellehre 1.550 Euro.
Die Einzelheiten stehen in der Information der Wirtschaftskammer zum Kollektivvertragsabschluss 2026.
Was die Tabelle nicht zeigt
- Netto: Die Beträge sind brutto. Was nach Steuern und Sozialversicherung bleibt, hängt von der persönlichen Situation ab.
- Überzahlung: Der Kollektivvertrag ist die Untergrenze. Betriebe dürfen mehr zahlen. Wer Köche gewinnen will, sollte das Gehalt schon im Inserat nennen.
- Angestellte: Wer dem Angestelltengesetz unterliegt, wird nach der Gehaltsordnung für Angestellte bezahlt. Sie steht ebenfalls bei der Wirtschaftskammer.
- Zulagen: Die Lohnordnung nennt zusätzlich Zuschläge, zum Beispiel für Nachtarbeit, und eine Fremdsprachenzulage von 40,00 Euro.
- Einstufung sauber festlegen: Entgeltansprüche wegen Unstimmigkeiten bei der Einstufung verfallen laut Lohnordnung nach sechs Monaten, wenn sie nicht schriftlich geltend gemacht werden. Eine klare Einstufung im Dienstvertrag verhindert Streit.
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Das Wichtigste in Kürze
- Die Lohnordnungen für Tirol, Salzburg und Vorarlberg nennen ab 1. Oktober 2026 dieselben Beträge.
- Koch: mindestens 2.232,00 Euro brutto im Monat (Lohngruppe 3), nach 21 Dienstjahren 2.455,20 Euro.
- Der Chef de Partie steht im Kollektivvertrag in Lohngruppe 2 oder 3, je nachdem, wie groß sein Verantwortungsbereich ist.
- Die Löhne steigen im Durchschnitt um 3 Prozent, dazu kommt eine Einmalzahlung von 275 Euro brutto.
- Ansprüche wegen falscher Einstufung verfallen ohne schriftliche Geltendmachung nach sechs Monaten.



